Essays zur Ehrung Marija Gimbutas
Beschreibung
Essaysammlung aus dem Journal of Archaeomythology, erstmalig ins Deutsche übersetzt und herausgegeben von Gerit Sonntag
mit Beiträgen von Joan Marler, Harald Haarmann, Starr Goode, Naomi R. Goldenberg, Françoise Storey, Charlene Spretnak, Luciana Percovich, Mary Mackey und Cristina Biaggi
Lektorat: : Isabella Becker, Absolventin des Studiums Moderne Matriarchatsforschung bei Heide Göttner-Abendroth an der Akademie HAGIA
Taschenbuch, 192 Seiten, 11 x 17 cm, 166g
ISBN: 978-3-949537-23-3
deutsche Erstveröffentlichung 2026 ©Magas Verlag
!!! das Buch erscheint im Januar und kann ab jetzt vorbestellt werden !!!
Einleitung:
"Das vorliegende Büchlein soll Appetit auf eine weitere Beschäftigung mit Marija Gimbutas und ihren bahnbrechenden Arbeiten machen. Wir suchen heute angesichts vieler Konflikte weltweit verzweifelt nach friedlichen Lösungen, dabei liegt die Antwort auf der Hand: in Europa hat die Menschheit die längste Zeit ihrer Existenz friedlich gelebt. Diese von Gimbutas aufgestellte Hypothese ist durch DNA-Analysen bestätigt worden. Doch das Wissen darum hat weder Einzug in unsere Geschichtsbücher gefunden, noch hat es den Stellenwert, den es verdient. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Die Auswahl der Essays ist weder umfassend noch repräsentativ. Sie sollen einen leichten Einstieg bieten und neugierig machen. Ich bin gespannt, ob dies gelingt."
Die litauisch-amerikanische Archäologin Marija Gimbutas entdeckte und benannte die friedliche Kultur des „Alten Europa“ vor 6000-8000 Jahren. Sie stützte sich in ihrer Forschung auf die Kenntnisse der Archäologie, Linguistik, Mythologie sowie der Volkskunde und zeigte, dass es vor dem Patriarchat in Europa eine große, matrilineare und egalitäre Kultur gab: eine Kultur, die viele Jahrtausende Bestand hatte.
Mit Anfang 20 floh sie mit Mann und Kind vor der sowjetischen Besatzung aus Litauen nach Deutschland und promovierte 1946 als eine der ersten weiblichen Studentinnen an der Universität Tübingen. Ihre Arbeit trug maßgeblich zum Verständnis der Jungsteinzeit Europas und der kulturellen Entwicklung vor der indogermanischen Einwanderung bei. Ihre Forschungsergebnisse beschrieb sie in über 20 Büchern, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Ihre zentrale These wurde zeit ihres Lebens von den Kollegen belächelt. Erst nach ihrem Tod bewies die DNA-Forschung, dass sie recht hatte.
In ihrem hundertsten Geburtsjahr 2021 ehrte die UNESCO Marija Gimbutas als eine der „herausragenden Persönlichkeiten, die durch ihren Beitrag zur gegenseitigen Bereicherung der Kulturen für universelles Verständnis und Frieden die Gestaltung unserer gemeinsamen Zivilisation mitgeprägt haben“. Die Essays in diesem Band wurden zu Ehrung Marija Gimbutas’ geschrieben und jetzt erstmalig ins Deutsche übersetzt.
