Francoise Storey
Françoise Storey ist Dozentin und Forscherin an der Université Côte d'Azur in Nizza, Frankreich. Sie ist Mitglied des Centre Transdisciplinaire d'Épistémologie de la Littérature et des Arts Vivants (CTELA), einem Forschungszentrum, das sich transdisziplinären Ansätzen in Literatur und darstellender Kunst widmet.
Sie promovierte 1997 mit Auszeichnung (Félicitations du Jury) mit einer Dissertation zum Thema „Die Allegorie im Werk von Margaret Atwood und Angela Carter”. Ihre ersten Forschungsarbeiten befassten sich mit literarischer Allegorie und subversiven Erzählungen und mündeten in mehreren wissenschaftlichen Artikeln. Sie hat insbesondere bei Rodopi (Amsterdam) einen Artikel veröffentlicht, in dem sie den subversiven Diskurs über den Körper in einer Novelle von Margaret Atwood untersucht, sowie eine Studie zum Thema Begehren in Atwoods The Handmaid's Tale (Der Report der Magd).
Im Jahr 2008 stellte sie ihre Arbeit über Margaret Atwoods Roman Alias Grace auf der internationalen Konferenz „Women and Crime” an der Universität Lyon vor. Der daraus resultierende Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Jeff Storey verfasst. Sie setzte ihre Arbeit zu den Themen Frauen und Spiritualität auf den internationalen Konferenzen „Femmes et spiritualité” (Frauen und Spiritualität) (Universität Aix-en-Provence) und „Approches interdisciplinaires de la spiritualité” (Interdisziplinäre Ansätze zur Spiritualität) (Universität Wien) im Jahr 2009 fort.
Zusammen mit Jeff Storey organisierte sie 2011 die internationale Konferenz „Transdisziplinäre Ansätze zur Spiritualität in Kunst und Wissenschaft” in Nizza. Diese Initiative führte 2015 zur Veröffentlichung der Tagungsberichte.
In den letzten Jahren hat sie ihre Forschung auf Mythen, den Monomythos (wie er von Joseph Campbell theoretisiert wurde), Archäomythologie (inspiriert von den Arbeiten von Marija Gimbutas) und Erzählkunst ausgeweitet. Diese Themen sind auch fester Bestandteil ihrer Kurse in Mythologie und Kreativem Schreiben, die sie seit über zwanzig Jahren unterrichtet.
Im Dezember 2020 veröffentlichte sie zusammen mit Jeff Storey einen Artikel im Journal of Archaeomythology mit dem Titel „The Goddess, the Serpent, and Video Games: At the Origins of the Monomyth” (Die Göttin, die Schlange und Videospiele: Zu den Ursprüngen des Monomythos).
Im Mai 2023 war sie Mitorganisatorin der internationalen Konferenz „Die Schlange: ein transdisziplinärer Ansatz”. Diese Veranstaltung brachte Forscher aus verschiedenen Bereichen zusammen, darunter Archäomythologie, Biologie, Psychologie und Literatur, um die symbolischen und wissenschaftlichen Dimensionen des Motivs der Schlange zu untersuchen.
Vor kurzem hat sie zusammen mit zwei Kollegen die Gruppe TTRIP (Transdisciplinary Trip Report Initiative in Psychedelics) ins Leben gerufen, eine transdisziplinäre Denkfabrik, die sich mit Berichten über psychedelische Reisen in nicht-klinischen Kontexten befasst. Dieses von der Universität Nizza genehmigte Projekt zielt darauf ab, Berichte über psychedelische Reisen aus nicht-klinischen Erfahrungen zu sammeln und zu analysieren, wobei ein transdisziplinärer Rahmen verwendet wird, um neue Perspektiven auf veränderte Bewusstseinszustände zu eröffnen.


